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Bernd Siebecke


Nachwort zu "Auf Sand gebaut"

Lame Deer, Medizinmann der Sioux, in seinem Buch TAHCA USHTE:

„Aber die wirkliche Vision kommt aus deinen eigenen Säften, und sie ist kein Traum, sie ist wirklich. Sie trifft dich scharf und klar wie ein Elektroschock. Du bist völlig wach und plötzlich steht eine Person neben dir, von der du sicher bist, dass sie nicht neben dir sein kann. Und trotzdem träumst Du nicht; deine Augen sind offen… Dafür musst du arbeiten und dein Gehirn leer machen.“

Helga Degner, 1950 in Berlin geboren, studierte nach unbeschwerter, elterlicher Erziehung Ingenieurökonomie in Freiberg in Sachsen und schloss ihr Studium als Dipl.-Ing. oec. mit herausragender Bewertung erfolgreich ab. Dort lernte sie auch - noch als Studentin - ihren ersten Mann und Vater ihrer Tochter kennen, von dem sie sich bald trennte. Sie übte dann die verschiedensten Berufe wie wissenschaftliche Assistentin, Disponentin, Gruppenleiterin in der Industrie und LPG-Angestellte aus. Lernte dann ihren zweiten Ehemann kennen, es folgte ein zweites Kind, ein Sohn. Scheinbar war alles im Lot, doch diese Idylle war jäh zu Ende

Man muss schon hinter die Katastrophen blicken, um sich ihrer Persönlichkeit zu nähern.

Mit ihrem Buch „Auf Sand gebaut“ veröffentlicht sie nicht zum ersten Male Autobiographisches. Hier liefert sie nun eine faszinierende Lebensgeschichte, die ihre Zeit beschreibt und somit selbst ein Stück Zeitgeschichte geworden ist: Die Zeit nach der Wende ist gemeint, die Zeit des Aufbaus der optimistischen Bürger der ehemaligen DDR. Und Helga Degner ist mittendrin, denn die folgenden Jahre brachten große Veränderungen für sie, man kann schon von einer Revolution sprechen.

Ihre neu gefundene Heimat, ihre Ehe mit ihrem zweiten Mann, entsprach ihrer Liebe zum Leben. Sie war verheiratet, hatte zwei Kinder und war wie selbstverständlich berufstätig, stand ihre Frau als leitende Angestellte in der Industrie der DDR, nicht unbedingt im Fach ihres Studiums. Es galt eine Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Es war ihr selbstverständlich ihren pekuniären Teil zum Haushalt beizutragen. Doch dann kam die Wende, sie bedeutete im eigentlichen Sinne des Wortes einen völlig neuen Weg zu gehen. Und sie ging ihn, zusammen mit ihrem Mann und den Kindern und mit Verzicht auf Sicherheit und Bequemlichkeit, ignorierte alle Familienzwänge; sie stand auch in der neuen Herausforderung ihre Frau.

Helga Degner beschreibt in ungewöhnlich direkter, oft witziger Sprache ihr Leben. Erzählt eine Lebensgeschichte, die beispielhaft gerade für diese Zeit, gerade für diese Menschen und natürlich auch außergewöhnlich zugleich ist. Mit der Beschreibung der Anfänge, dem erfolgreichen Wachsen, der von ihr und ihrem Mann gegründeten Autofirma wird deutlich, wie aus einem Lachen angesichts der Apokalypse, ein Lachen jenseits der Verzweiflung, Erniedrigung und Niederlagen wird, wie einem Menschen seine verzweifelten und wenig tauglichen Befreiungsversuche in immer neue Konflikte münden. Denn wie programmiert, führt der Weg des gemeinsamen Unternehmens in ein Desaster. Doch der aufmerksame Leser kann nachvollziehen und begreifen wie die Dinge sich entwickeln, wie Dinge nach bestimmten Regeln ticken…

Schreibbesessen berichtet sie über ihre Rolle, die Rolle der Frau zu ihrer Zeit und versucht dem Leser verständlich zu machen, was passierte, wie sich etwas ereignen kann – scheinbar ohne eigenes Zutun. Und ihre selbst gemachten Erfahrungen, waren immer auch die Erfahrungen einer Gesellschaft in der ehemaligen DDR.

Wir betreten die Bühne verwirrt und wir verlassen sie am Ende verwirrt und doch aufgeklärt, wir haben etwas über den Menschen Helga Degner gelernt, der heilige Kreis ist nicht gebrochen; die Flamme brennt weiter. Sie beschreibt ihre Situation und verfällt niemals in Kälte oder Zynismus. Sie zeigt ihren großem Hunger nach immer mehr Leben.

 

Bernd R. Siebecke  

 






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Lest, lacht und denkt nach...die Zeit rennt niemals davon...sie ist immer vorhanden.
 
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