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Meine kleine Fabelwelt



  Die nachfolgenden Auszüge aus meinem Buch sind für die Homepage bearbeitet und gekürzt. 
                               Die  Illustrationen  sind der Einfachheit halber entfernt.

 
 Meine kleine Fabelwelt

Vorwort

 

Ist es nicht eigenartig, ich möchte eine kleine Geschichte schreiben und zwar eine, die dir gefällt, nur dir, ausschließlich dir. Du sollst sie lächelnd lesen, dabei vielleicht ein wenig nachdenken und ich möchte, dass sie dich auch berührt. Merkwürdigerweise hatte ich diesen Wunsch früher nie, denn ich schrieb für mich, ganz egoistisch für mich, um mich zu erleichtern, auch zu erheitern, meine Gedanken zu ordnen, Einsichten zu gewinnen oder einfach nur Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Den Hintergrund bildeten Eindrücke, Wünsche aber nie dieses seltsame Anliegen, damit einem anderen Menschen etwas zu geben oder ihn gar beeindrucken zu wollen. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses nun so gut ist. Kann ja immerhin passieren, dass ich Worte aufschreibe, die darauf ausgerichtet sind, zu gefallen. Die wären dann eventuell nicht echt, nur taktierend eingesetzt mit dem Ziel, eine Liebkosung etc. zu ernten. Das hat was Manipulierendes an sich, was abzulehnen wäre. Eigentlich! Das „Aber“ schreit sofort: „ Worte sind immer Manipulation, ob Ziel gerichtet oder nicht!“ Es sei denn sie wären Geschwätz, Bla, Bla, nur Geräuschkulisse oder Papierverschwendung. Davon gäbe es wahrlich genug!

Aber ich möchte eine Geschichte schreiben,  die dir zusagt. Natürlich muss es mir auch gefallen. Ich möchte dir etwas geben, was für mich gleichermaßen wertvoll wäre. Klingt nach ganz normalen, banalen Ringen um Anerkennung. Das „Aber“ ruft mahnend:

„ Nicht um jeden Preis, nicht um den Preis der Selbstverleugnung, Ich muss Ich bleiben!

Ist ja gut, so soll es denn auch bleiben, alles andere war schon da und hat sich als hochgradig von Übel erwiesen. War früher!! Was früher war, wird verdrängt, allenfalls zu Lehrzwecken zugelassen.

Ich schreibe also kleine Fabeln. Sie hören sich so nett und harmlos an, voller Güte und Weisheit, für alle geschaffen, die hinter die Zeilen zu blicken verstehen.

 

Die Ameise

 

Eine kleine Ameise trabt mit gewohnter Last den ausgetretenen Pfad, der leicht nach oben zu führen scheint, einem bekannten, angesagten Ziel entgegen. Vor ihr trippeln welche und nach ihr mit Sicherheit auch unzählige. Das war immer so. Vermutlich ist das auch  in Ordnung. Man erwartet es so von einer Ameise.

Die kleine Ameise schaut auf ihre Füße und findet sie groß. Für einen Sprung, auch mit Last, wären sie vielleicht gut, zumindest für eine halbwegs sichere Landung, wo auch immer, wenn es nur von diesem furchtbaren, ausgetretenen, vorgeschriebenen Pfad weit genug weg sein würde.  

So denkt sie und denkt, wandert aber noch tausend Mal diesen Pfad.

Die Last schreit:“ Spring endlich! Für mich, für dich, ich bin dann dein!“ Die kleine Ameise schaut auf ihre Füße, findet sie immer noch groß genug und springt…weit…landet.

Sie trägt die Last. Es ist nun ihre und sie wandert einsam auf einem steinigen, gefährlichen unausgetretenen Pfade, schaut auf ihre Füße, achtet auf den Weg.

Die Last ist fett geworden, nicht abzuwerfen, sie scheint sich tief ins Fleisch zu bohren.

Allmählich treibt die Ameise mit ihrer Last an eine reichlich tiefe Grube und fällt hinein.

Das war zu erwarten.

Die Last zerschellt, die kleine Ameise fällt hart auf den Rücken, sieht ihre Füße nicht mehr…

aber sie sieht das erste Mal den blauen Himmel.

 

   

Über Gänse im Allgemeinen

 

Gänse haben die Angewohnheit in Herden, laut schnatternd, Dorfstraßen entlang zu ziehen und jedem Radfahrer hinterher zu zischen, aber das Zischen mit langem Halse ist meist nur der alten Gänsen Lebenselixier.

Die Jungen zupfen gierig jedes grüne Hälmchen am Wegesrand, kümmern sich um nichts und wissen auch nichts. Sie kennen ja nicht einmal das kleine Lied vom Fuchs, der Gänse stiehlt. Selbst wenn… sie würden es nicht glauben.

Junge Gänse wissen und glauben gar nichts, selbst wenn sie schon gerupft werden, dann bilden sie sich ein, ihre Federn kämen nur zeitweilig in die Reinigung, was sie wohl auch kommen, allerdings ohne Rückfahrschein.

Dumme Gänschen!

Wenn sie wenigstens einmal in den Spiegel schauen würden. Ein gerupftes Gänschen sieht nämlich ganz erbärmlich aus.

Man glaubt gar nicht, wie viele Wesen dieser Welt auf leckeren Gänsebraten aus sind.

Normale Gänse scheinen das nicht zu begreifen.

Aber es soll auch goldene Gänse geben, an denen man bei Berührung kleben bleibt. Meines Wissens werden derartige Exemplare nicht verspeist. Allerdings gehört die Story in die Welt der Märchen.

In Wirklichkeit kommt jede Gans früher oder später in den Topf und vielleicht will sie dort auch hinein, nur so aus Neugierde oder weil sie sich in den Fuchs verliebte oder in wen auch immer, der da mit den Topfdeckeln klappert.

So sei es denn.

 

Die Gans

 

Vor ganz, ganz langer Zeit zog ein neunmalkluges Gänschen in die Welt, schnatterte überall mit und wanderte von einem Gatter in das andere. Manchmal war nicht genug Gras da und auch Federn mussten gelassen werden.

Oh, weh!

Das muss man wohl ertragen, dachte die Gans, notfalls fliege ich in den Süden.

(eine absurde Idee, auch recht ungewöhnlich für eine Hausgans)

Aber bevor das ganz große Rupfen begann mit anschließendem Halsumdrehen, nutzte unsere Gans einen scheinbaren Aufwind und flog in den Süden, um dort zu landen.

Hat auch geklappt!

Aber dort sitzt sie nun allein, wohlweislich das Lied vom Fuchs kennend, und legt heimlich, erstaunlicherweise goldene Eier.

Sie glaubt, davongekommen zu sein.

Diesmal…die dumme Gans…oder?

 

Über Raben und Krähen

 

Krähen und Raben scheinen Ähnlichkeiten zu besitzen, die allerdings Vogelkundige energisch bestreiten. Sie mögen ja auch nur geringfügig äußerlich sein. Dem Raben sagt man Weisheit nach, insbesondere den alten (Raben sind immer alt). Er ist auch immer männlichen Geschlechts, dennoch gibt es wohl auch Eier legende Raben, die offensichtlich weiblicher Natur sein dürften. Sie spielen aber keine Rolle.

Die Krähen sind meistens weder jung noch schön, eher immer alt, dürr also hässlich. Auch ist von klugen Krähen landläufig kaum die Rede, mehr von rätselhaften unleserlichen, unschönen Schriften, an Krähenfüße erinnernd oder unbeliebte Fältchen um menschliche Augen. Kurz, keiner mag Krähen, ausgenommen Indianer, aber die sind weitestgehend ausgestorben.

Raben sind meistens etwas merkwürdige Einzelgänger, die man eventuell in der Not befragt (sie sind ja weise) aber dennoch lieber meidet, denn sie sind auch geheimnisvoll, vielleicht auch gefährlich. Man weiß es nicht, sitzen sie doch manchmal auf dem Rücken von Hexen (was allerdings auch eine Krähe von Fall zu Fall sein könnte). Einen weißen Raben hat man an diesem Schauplatz noch nicht gesehen. Sie sind ja auch selten und es gibt wohl mehr Hexen als weiße Raben, so dass man somit auf schwarze Katzen ausweichen muss. Wäre ein gesondertes Thema.

Krähen treten oft scharenweise auf, besonders im Nebel bevölkern sie kahle Bäume. Auch wird ihnen selten der Nimbus einer besonders guten Stimme zugebilligt. Dem Raben im Übrigen auch nicht.

Ja, man sagt so einiges über diese prächtigen Vögel, auch dass sie ein wenig harmlos wären, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus oder dies wäre aber ein Rabenaas. Und ein Aas ist ja eigentlich schon lange tot, also selten gefährlich.

Nun, mir scheint irgendwie ist immer alles anders gemeint und besagt kaum Gutes oder zeugt von besonderem Beliebtheitsgrad.

Wie dem auch sei, den Vögeln ist das menschliche Vorurteil vermutlich egal.

 

 

Die Krähe

 

Eines Tages beugte sich eine Krähe über den Rand ihres Nestes um so zu schauen, was es noch gäbe. Von den alten Nebelkrähen um sich hatte sie schon lange genug und deren Gekrächze ging ihr ziemlich auf die Nerven. So wagte sie einen Blick über den Nestrand und stürzte in die Tiefe. War unsere Krähe doch nur im Schwarm zu fliegen geübt.

Unten angekommen, kratzte sie aufgeregt mit ihren Krähenfüßen erstmal etliche Kurven, um dann in einem goldenen Käfig hoffnungsvoll zu landen, denn eine einzelne Krähe ist selten, möglicherweise sogar brauchbar. Sie wird einiges über andere Krähen wissen und mit dem Schwarmverhalten der Vögel umgehen können.

Doch über die Zeit platzte die magere Goldauflage ab und im Käfig war es noch weniger erträglich als im Schwarm, denn ans Fliegen war ja nun überhaupt nicht mehr zu denken. Die Krähe mühte sich, wurde aber immer dürrer, bis sie plötzlich entdeckte, es ging durch die rostig gewordenen Gitterstäbe zu schlüpfen.

Und siehe da, es funktionierte, sie kam knapp davon.

Das Gefieder glättete sich wieder und sie lernte wieder fliegen, aber nur allein und nie wieder in die Nähe eines goldenen Käfigs.

Vielleicht begegnete ihr aber auch ein Rabe auf einem hohen Ast, der schon alles erlebte und ohne Vorurteil, mit Verständnis und unendlicher Raben-Weisheit eine einsame, dürre, alte Krähe zu nehmen versteht, denn manchmal sind sich Raben und einzelne Krähen furchtbar ähnlich. 

 

Der Schweinehund

 

Man weiß es gibt sie, nur gesehen wurden sie körperlich noch nie. Es haftet ihnen ein reichlich unangenehmer Geruch an. Kurz, sie haben einen beachtlich schlechten Ruf.

Eines ist bekannt, sie haben weder etwas mit Schweinen noch das Geringste mit Hunden gemein. Scheinbar besitzen sie die unheimliche Gabe unbemerkt in andere Körper hinein zu schlüpfen, in ihnen groß zu werden, zu siegen und zwar über alles und jeden. Sie sind einfach immer da und lauern ständig darauf, ihren Einfluss geltend zu machen. Keiner weiß wo diese Schweinehunde definitiv herstammen, sonst könnte man sich ja gegen sie irgendwie wappnen.

Nun, es war einmal ein kleiner Schweinehund. Er war so klein, dass ihn keiner beachtete. Man kann sagen, er war fast unsichtbar. Er hatte sich aus einem riesengroßen und bärenstarken Exemplar entwickelt, aus einem so genannten inneren Schweinehund, der furchtbar verfressen war. Er konnte sich immer durchsetzen. Sein Mensch brauchte nur leckeren Kuchen zu erblicken oder seinen verlockenden Geruch wahrnehmen, dann war sein Schweinehund auf dem Trapez, um mit Sprüchen wie: „Einmal kann man schon, der ist doch harmlos, hat kaum Kalorien, gönn dir doch mal was usw.“, aufzutrumpfen. Das klappt, denn er verstand sein Handwerk, wurde so immer aufdringlicher und stärker. Bis eines Tages der Mensch ein kleines Podest bestieg, man nennt es Waage. Die Zeiger der Waage schlugen ungerührt aus und zeigten die Größe und die Erfolge des Schweinehundes sehr deutlich an. Damit war sein Schicksal beschlossen. Dem Mensch reichte es nun. Mal ist aber auch Schluss. Es folgte ein schwerer Kampf, denn Schweinehunde geben so schnell nicht auf. Sie sind hartnäckig. Doch der Mensch hat Verbündete: die Spiegel, die fast immer die Wahrheit sagen. Der Mensch sieht sich mit seinen Polstern und Würsten am Leib und schwört nun verbissen, dem Schweinehund einen furchtbaren Krieg zu liefern.

Nach langem Würgen und Brechen, Hungerstreiks und Aussperrungen war der Schweinehund klein geworden, sehr klein. Waage und Spiegel erregten keinen Unmut mehr, doch wie lange?

Da gibt es nämlich noch einen kleinen unglücklichen aber mit Sicherheit unsterblichen Schweinehund und die vielen anderen Schweinehunde, die um uns buhlen, sind wachsam und tätig.

 

Die Amsel

 

Wenn es in der Natur am schönsten ist, im Monat Mai, dann fliegt die Amsel Else in die Gärten der Menschen. Sie sitzt auf der Spitze eines Baumes und beginnt zu pfeifen und zu flöten. Manchmal ist ringsum alles still, nur Else singt ihr Lied.

Es gibt Menschen, die das bemerken, aber manche eben auch nicht. Sie hören, was im Radio gespielt wird. Es ist ungleich temperamentvoller, auch viel lauter und furchtbar modern. Es wird tagein, tagaus gespielt, denn aus dem Radio tönen nur die Lieder, die Hits geworden sind oder dazu gemacht werden sollen. Schließlich sind sie aber ausgeleiert. Der Mensch hat sie sich über gehört, stöhnend erträgt er nun nur noch die Geräuschkulisse und widmet sich anderen Dingen.

Else pfeift ihr Lied immer wieder. Keiner empfindet je ihr Flöten als ausgeleiert, auch wenn man es noch so oft hörte. Kein Mensch würde ihren unbekümmerten Gesang abschalten wollen, was auch schwer ginge. Alle hören Else gerne singen, jeden Tag. Sie fliegt hier hin und dort hin, singt für sich und Ihresgleichen, unbeeindruckt, nur ihrer Natur folgend, sich ewig wiederholend, unspektakulär, für nichts, einfach so…aber so schön…unsere Superelse.

 

Frösche

 

Manche lieben sie, manche nicht. Ich eher weniger. Das tut jetzt auch nichts zur Sache. Es ist die Sichtweise.

Wir wissen, dass ein Frosch sich hin und wieder verwandelt. Plötzlich ist er ein König. Wer hätte das gedacht. Doch leider passiert dies so selten, dass man es getrost vernachlässigen und sie mit der Hoffnung lieber nicht mit ins Bett nehmen sollte. Manchmal sitzen sie auf einer Leiter und die Menschen glauben, das hätte etwas mit dem Wetter zu tun. Sitzt er ganz oben, dann sind sie außer sich vor Freude und warten auf die liebe Sonne. Dieser Frosch hat es gut. Er glaubt an seine Prophezeiung. Wenn die Menschen es auch glauben, ist das nicht immer so gut.

Frösche sitzen allerdings selten auf einer Leiter. Meistens hüpfen sie herum oder quaken am Rande mehr oder weniger laut. Falls sie einmal über die Straße müssen, weil sie in ein neues Leben aufbrechen wollen, haben sie gewöhnlich ganz schlechte Karten. Man überfährt sie meistens. Dann sind sie Froschbrei.

Gelingt die abenteuerliche Wanderung, dann vergessen sie schnell alle Gefahren, auch dass sie fast Froschbrei geworden wären. Sie quaken dann gewöhnlich völlig unbekümmert weiter und alles beginnt wieder von vorne.

Froschkönige gibt es kaum und der Job als Wetterfrosch ist längst vergeben. Da hilft also wirklich nur lautes Quaken am Rande. Was könnte man sonst als Frosch noch tun? Vielleicht wenn es zu heiß wird, ins Wasser springen. Das machen sie oft auch. Dann sind sie erst einmal weg. Frösche können nämlich von Natur aus schwimmen.

Das ist besser als Nichts.

 

Mücken

 

Jeder kennt sie und keiner mag sie, denn sie stechen zuweilen. Man schlägt sie kurzerhand tot, falls das gelingt. Meistens gibt es aber sehr viele mehr Mücken, man kann sie nicht alle totschlagen. Die trägen Typen erwischt es natürlich. Sie waren einfach zu gierig und wurden deshalb sehr unvorsichtig.

Die Menschen sterben nicht von einem Mückenstich aber sie gebärden sich wie wild, schlagen um sich und werden schon total wütend, wenn sie eine Mücke summen hören. Nach dem Stich müssen sie sich ein wenig kratzen und alles ist vergessen. Doch so geht es natürlich nicht. Man beschafft sich diverse Anti-Mücken-Sprays und dann wird das Problem endgültig gelöst.

Vögel und Frösche müssen ihren Speiseplan dann auch reduzieren. Bloß gut, dass es mehr Mücken als Sprays gibt. Wer weiß wie lange noch?

Menschen sprühen unheimlich gerne, und wenn das nicht mehr geht, dann erfinden sie eine neue Rakete, eine Mückenrakete. Nein, meistens ist sie ein wenig größer und damit ist die Mücke gewiss ausgerottet.

Wahrscheinlich erscheinen dann vermehrt Stechfliegen und es wird eine Fliegenrakete entwickelt, danach kommt die Spatzenkanone…oder gab es die schon vorher?

Eigentlich gibt es schon gegen alles Kanonen und Raketen.

Und das muss wohl sein, denn manchmal werden urplötzlich aus Mücken Elefanten. Wo soll das noch hinführen? Man weiß ja, wie schnell selbst aus Menschen Monster, Zombis oder Untermenschen werden können.

 

 

Der Bär

 

Wir sehen ihn gern. Die Kinder lieben ihn als Plüschtier, nehmen ihn ins Bett. Bewundern wir ihn im Zoo, trennt uns  zur Vorsicht ein Wassergraben. Die Tierfreunde befürchten sein Aussterben und bedauern, dass Bären in freier Natur kaum noch Chancen haben.

Plötzlich taucht Meister Petz wieder auf und muss mit den Gepflogenheiten der Menschen zu Recht kommen. Das ist schwierig. Überall sind Dörfer oder Weiden. Kein normaler Bär, der sich aus was weiß für Gründen verlaufen hat, kann hier irgendwo in Ruhe nachdenken. Um ihn herum blöken und glotzen neugierige Schafe. Sie wagen sich immer dichter heran und stören. Das nervt jeden, auch den mit der dicksten Bärenhaut. So teilt der Bär erst einmal einige Schellen aus. Damit ist die Herde um einige Tiere ärmer. Das ist schlimm. Meister Petz brummt und zieht es aber vor, lieber zu verschwinden. Bloß wohin?

Die Menschen jammern nun laut um ihre Schafe und sind furchtbar besorgt. Man wird zu Ostern vier Lämmer weniger abstechen können. In den Tagesnachrichten wird gemeldet, dass ein Bär sogar in einem Hühnerstall sein Unwesen getrieben haben soll. Die Hühner gackerten wie verrückt, berichtet der verstörte Bauer.

Die Regierung muss jetzt die Menschen schützen. Vielleicht fällt das Untier nun auch fleißige, ehrliche und wehrlose Menschen an. Man weiß ja nie. Schluss! Der Bär wird zum Abschuss frei gegeben. Ja mei, er hat sich in die Nähe der Menschen gewagt, wenn auch nur aus Versehen. Das muss geahndet werden. Man wird ihn ausstopfen, die Kinder sollen lernen, wie ein Bär aussieht.

Keiner darf sich den Menschen ungestraft nähern. Sie wollen das nämlich nicht. Der Bär wird das begreifen oder eben auch nicht. Alle Tiere haben es gelernt oder auch nicht. Dann war es ihr Pech.

 

     

  





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von angelface, 20.01.2011 um 10:15 (UTC):
einfach nur:::
schöööön.....
sehr nachdenkenswert was das Mondgenie oder helga hier schreibt...
so manche Fabel sollte man sich hinter die Ohren legen...!!!!!



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Lest, lacht und denkt nach...die Zeit rennt niemals davon...sie ist immer vorhanden.
 
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